Öffnungszeiten Lobdeburg

Das Gelände um die Lobdeburg ist, abgesehen von baulichen Sperrungen durch Sanierungsarbeiten, frei zugänglich.

Adresse und Kontakt Lobdeburgklause

Lobdeburgklause

Lobdeburgweg 25
07747 Jena
Telefon: 03641/507490 

info@lobdeburgklause.de

 

Burgen und Schlösser entlang der Saale

Lobdeburg

Die Reste eines romanischen Bauwerks

 

Anzeige

Wenn man auf der Autobahn von Weimar aus nach Jena fährt, dann hat man nach dem Verlassen des Jagdbergtunnels einen weiten Blick auf einen Teil der Stadt.

Direkt in Fahrtrichtung sieht man auf einer Anhöhe die Mauern einer Burgruine. Es ist die Lobdeburg.

Man sieht es der hoch über Jena stehenden Ruine heute nicht mehr an, aber die Lobdeburg gehörte einst zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken Thüringens. Die Reste der Burg befinden sich in einer Höhe von 317 m über NN über dem alten Ort Lobeda, einem heutigen Ortsteil von Jena.

Die Burg wurde im 12. Jahrhundert von den Herren von Auhausen, einem aus Franken stammenden Adelsgeschlecht, erbaut. 1166 ist das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung. Im 14. Jahrhundert kam die Lobdeburg an die Schwarzburger, einige Jahrzehnte später an die Wettiner. Von der oberen Burg , die 1439 erstmal erwähnt wird, ist nichts erhalten

Der dreistöckige Wohnturm der mittleren Burganlage, in dessen Fensteröffnungen im obersten Geschoss noch deutlich die romanischen Stilformen zu erkennen sind, ist noch relativ gut erhalten. Außer Mauerzügen sind auch noch die Reste eines Kamins und der Toranlage erhalten geblieben.

Die Lobdeburger verliehen Jena, und Lobeda das Stadtrecht. Vermutlich stammt der Name Lobeda vom sorbischen Wort " loiba" ab, was soviel wie Wald bedeutet. , von der mittleren der mächtige Palas, die Apsis einer Kapelle sowie Mauerreste, die jahrhundertelang als Steinbruch dienten.

Besonders schön sind die spätromanischen Rundbogenfenster.

Da die Herren der Lobedeburg ebenfalls auf der Leuchtenburg bei Seitenroda ansässig waren, profitierte auch de größere Ort Kahla von der Verleihung des Stadtrechts.

Seit 1912 gibt es die Lobdeburg-Gemeinde 1912 e.V. Dieser Verein hat sich die Erhaltung und Sanierung der Burg auf die Fahnen geschrieben.

Unterhalb der Ruine befindet sich die Lobdeburgklause, eine beliebte Ausflugsgaststätte, von der man einen schönen Blick hinab ins Tal genießen kann.

"Da oben auf jenem Berge, da steht ein altes Schloss ... "

Dieses "Bergschloss" besuchte einst im Jahre 1802 Johann Wolfgang von Goethe in Begleitung von Silvie von Ziegesar.

Nach diesem Ausflug entstand dieses Gedicht.